Fuck yeah! Hand-geklopfte Tattoos

Mein erstes Tattoo habe ich bereits mit 15 Jahren stechen lassen. In den 90ern ging noch die Mär des „Bio-Tattoos“ um, das nach einigen Jahren verschwinden sollte. Das hat natürlich nicht funktioniert. Seither kamen ein paar weitere Peckerl dazu (und darüber). Ich kann sagen: es tut weh. Egal, was andere aus Angeberei behaupten. Meine längste und schmerzhafteste Erfahrung bisher zwaren zwei mal zwei Stunden am Oberarm.

Bei einer elektrischen Tätowiermaschine stechen die Nadeln etwa 800 bis 5.000 Mal pro Minute zwischen 0,04 und 1,5 mm tief unter die Haut (Quelle: tattoo-frei.com) Wie intensiv die Schmerzen sind, hängt von der Körperstelle ab. Dort, wo die Haut dünner und empfindlicher ist, tut es logischer Weise besonders weh.

Das Interessante ist, dass die traditionelle Tattoo-Technik mit dem Tätowierkamm weniger schmerzvoll sein soll. Das behaupten zumindest Personen, die den Unterschied kennen. Der Kamm wurde unter anderem von polynesischen Völkern benutzt, woher auch das Wort „tatau“ stammt. (Wer mehr darüber erfahren will, kann bei Augustin Krämer nachlesen: Hawaii, Ostmikronesien und Samoa.)

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Die traditionelle Tattoo-Technik wird auch heute noch eingesetzt. Auf der Wildstyle 2012 etwa war Brent McCown zu Gast (siehe Foto), der seinen Shop übrigens im weniger exotischen Landskron hat, und demonstrierte seine Künste am lebenden Objekt.

Auch die unverwechselbaren Tattoos der Maori feiern seit einiger Zeit ein Comeback, wie DER STANDARD am 4. Juni berichtete. Selbst die traditionelle Gesichtstätowierung, „Ta Moko“ genannt. Das Tattoo im Gesicht sei jedenfalls auch heute wieder „ein Zeichen für Kraft, Wohlstand und soziale Stellung“, wenngleich mit Problemen im Berufsalltag zu rechnen ist. Einer Frau wurde laut dem Bericht die Position als Flugbegleiterin bei der Air New Zealand wegen eines solchen Tattoos am Arm verwehrt.

Ein Tattoo auf diese traditionelle Art stechen zu lassen, kann ich mir jedenfalls gut vorstellen. Aber nicht im Gesicht.

(Der Titel lehnt sich übrigens an den großartigen Blog FYTattoos.com an, falls jemand eine Inspirationsquelle benötigt.)

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2 Gedanken zu „Fuck yeah! Hand-geklopfte Tattoos

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