Rudergeschichten: Die erste Woche auf dem Waterrower

Seit einer Woche habe ich ein Rudergerät. Ein paar Leute haben mich um meine ersten Erfahrungen damit gebeten. Hier kommen sie. Bitteschön: Ich liebe es!

In den ersten Wochen sollte man noch nicht unter Vollgas rudern, sondern sich auf die Technik konzentrieren. Und das ist wirklich knifflig. Ich schätze mich zwar nicht als totalen Körperklaus ein (das Wort widme ich der Ivy 😉 aber die Koordination und den richtigen Rhythmus zu finden, ist nicht so trivial.

Also sehe ich mir täglich diverse Instruktionsvideos an, derer es auf YouTube zu Hauf gibt und versuche so gut es geht, dem zu folgen. Jeden Tag macht man einen kleinen Fortschritt (man sollte anfangs zwar nur viermal pro Woche trainieren, aber ich mache es jeden Tag … Yolo!)

Erste Bilanz, was die Fitness angeht: meine Kreuzschmerzen sind bereits eine Spur besser, was in erster Linie wohl daran liegt, dass ich mir meiner Körperhaltung bewusster bin. Mal sehen wie das Ganze nach der zweiten Woche aussieht. Ahoi!

(Disclaimer: Ich bin keine Ruderexpertin und bin was Sport und Fitness anbelangt auch sonst eher unbedarft. Die Erfahrungsberichte sind als komplett aus Laienperspektive geschrieben.)

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Rudergeschichten: das iPhone unter den Rudergeräten

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Rückenschmerzen und ein allgemeiner Fitnesszustand der Kategorie „Garfield“ hat mich dazu bewogen, mich dem Thema Sport zu nähern. Also habe ich mich an den Laptop gesetzt (was sonst?!) und angefangen zu recherchieren, welcher Sport mit liegen könnte. Indoor sollte es sein, idealer Weise an einem Fitnessgerät zu Hause, möglichst den gesamten Körper bzw. viele Muskelgruppen beanspruchen und gleichzeitig den Rücken stärken. Und natürlich für untrainierte Menschen geeignet sein und irgendwie auch Spaß machen. 100.000 Seiten und YouTube-Videos später habe ich dann den (zunächst am Papier) perfekten Sport für mich gefunden: Indoor-Rudern.

Da ich wie erwähnt in kein Fitnessstudio gehen will, habe ich mir also diverse Rudergeräte angesehen. Zunächst in stundenlanger online Recherche, dann vor Ort in einem Sportgerätegeschäft. Ich erkläre nun nicht die verschiedenen Rudergeräte-Typen bzw. deren unterschiedliche Antriebe, das können Experten besser, sondern komme gleich zu meiner Wahl: dem Waterrower.

Folgende Punkte haben mich von diesem Gerät überzeugt. 

1. Der Antrieb erfolgt über einen Wassertank, beim Rudern erzeugt dieser ein leises Rauschen. Das ist nicht nur ein angenehmes und entspannendes Geräusch, es ist auch dezent genug um die Nachbarn nicht zu stören. Durch den Wasserantrieb läuft das Rudergerät zudem sehr ruhig und ermöglicht gleichmäßige Bewegungen, die laut Sportärzten und Fitnesstrainern bei Rückenproblemen vorteilhaft sind. 

2. Der Rahmen des Geräts ist aus massivem Holz gebaut, im Gegensatz zu Metallrahmen anderer Fitnessgeräte. Er ist zwar durchaus nicht klein oder dezent, im Wohnzimmer sieht der Waterrower aber durch sein Design fast schon eher wie ein Möbelstück als ein Sportgerät aus. Für mich ist das wichtig, das Wohnzimmer soll wohnlich bleiben und nicht durch hässliche Folterinstrumente verstellt werden. Durch die Bauweise ist er zudem sehr stabil und hochwertig.

3. Der Hersteller Waterrower gibt umfangreiche Anleitungen, wie Einsteiger mit dem Rudern beginnen sollten und erklärt in YouTube-Videos und Online-Anleitungen, worauf es bei der richtigen Technik ankommt.

(5. Kevin Spacey rudert in „House of Cards“ auf einem Waterrower und wohin ihn das gebracht hat, wissen wir ja. Außer die, die die zweite Staffel noch nicht gesehen haben. Euch sei gesagt: schaut euch die zweite Staffel an!!!)

Der große Nachteil ist der hohe Preis. Ich habe den Waterrower A1 home gewählt, der mit 999 Euro eines der günstigsten Modelle ist. Billiger habe ich dieses Modell nirgends gefunden (gekauft habe ich es bei Sport-Tiedje). Alles in allem erinnert mich mein nigelnagelneues Rudergerät sehr an ein iPhone. Ist intuitiv zu bedienen, macht was es soll, sieht formidabel aus, kostet aber ein Schweinegeld.

Nur: was nützt mir ein billigeres Gerät, das entweder so laut oder unbequem zu bedienen ist, dass ich es nicht verwende und mich beim hässlichen Anblick im Wohnzimmer immer darüber ärgere?

Also rudere ich ab sofort auf meinem iPhone unter den Rudergeräten durchs Wohnzimmer und hoffe demnächst davon berichten zu können, wie sich die Geschichte auf meine Fitness und Rückenschmerzen auswirkt. Ahoi!

Dinge, die mich grantig machen, nicht nur am Frauentag

frauentag

Wenn Firmen Frauen mit Rosa-Lifestyle-Diät-Menstruationskalender-Produkten ansprechen wollen. Kulminiert ist diese Widerwärtigkeit im Bic-Kugelschreiber „for her“ (Großartig aber die Amazon-Bewertungen dazu.)

Kleinkinder, die für Schönheitswettbewerbe auf erwachsene Frauen, teilweise auf Prostituierte getrimmt werden, z.B. in der US-Serie Toddlers and Tiaras (Google-Suchergebnisse dazu).

Wenn der Frauentag als „Shopping-Tag“ begriffen wird. (z.B. womensdaysale.at)

Junge Frauen, die wie Puppen aussehen wollen (machen mich weniger grantig, als traurig.)

Dass es mir selbst kaum auffällt, wenn in einem Film wenige bis gar keine Frauen eine ernstzunehmende Hauptrolle spielen.

Dass in der EU jede dritte Frau Opfern von Männergewalt wird. In Österreich sind es laut Studie „nur“ 20 Prozent. Das sind mehr als genug, sodass jede/r Frauen kennen müsste, denen so etwas widerfährt. Persönlich weiß ich nur von einer Frau, die regelmäßig von ihrem Partner geschlagen wird/wurde. Tatsächlich werden es wohl mehr sein.

Wenn Frauen, die für ihre Rechte eintreten, als „Feminazi“ oder ähnliches beschimpft werden. (Auf Tweets, in denen ich beschimpft wurde, verlinke ich an dieser Stelle aus offensichtlichen Gründen nicht.)

Dass Lena Dunhams Aussehen eine Rolle spielt.

Und noch vieles mehr …

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PS.: Was mich froh macht: dass viele Frauen und Männer in meinem Freundes-, Bekannten-, und KollegInnenkreis auch so denken.