Rudergeschichten: das iPhone unter den Rudergeräten

20140320-202804.jpg

Rückenschmerzen und ein allgemeiner Fitnesszustand der Kategorie „Garfield“ hat mich dazu bewogen, mich dem Thema Sport zu nähern. Also habe ich mich an den Laptop gesetzt (was sonst?!) und angefangen zu recherchieren, welcher Sport mit liegen könnte. Indoor sollte es sein, idealer Weise an einem Fitnessgerät zu Hause, möglichst den gesamten Körper bzw. viele Muskelgruppen beanspruchen und gleichzeitig den Rücken stärken. Und natürlich für untrainierte Menschen geeignet sein und irgendwie auch Spaß machen. 100.000 Seiten und YouTube-Videos später habe ich dann den (zunächst am Papier) perfekten Sport für mich gefunden: Indoor-Rudern.

Da ich wie erwähnt in kein Fitnessstudio gehen will, habe ich mir also diverse Rudergeräte angesehen. Zunächst in stundenlanger online Recherche, dann vor Ort in einem Sportgerätegeschäft. Ich erkläre nun nicht die verschiedenen Rudergeräte-Typen bzw. deren unterschiedliche Antriebe, das können Experten besser, sondern komme gleich zu meiner Wahl: dem Waterrower.

Folgende Punkte haben mich von diesem Gerät überzeugt. 

1. Der Antrieb erfolgt über einen Wassertank, beim Rudern erzeugt dieser ein leises Rauschen. Das ist nicht nur ein angenehmes und entspannendes Geräusch, es ist auch dezent genug um die Nachbarn nicht zu stören. Durch den Wasserantrieb läuft das Rudergerät zudem sehr ruhig und ermöglicht gleichmäßige Bewegungen, die laut Sportärzten und Fitnesstrainern bei Rückenproblemen vorteilhaft sind. 

2. Der Rahmen des Geräts ist aus massivem Holz gebaut, im Gegensatz zu Metallrahmen anderer Fitnessgeräte. Er ist zwar durchaus nicht klein oder dezent, im Wohnzimmer sieht der Waterrower aber durch sein Design fast schon eher wie ein Möbelstück als ein Sportgerät aus. Für mich ist das wichtig, das Wohnzimmer soll wohnlich bleiben und nicht durch hässliche Folterinstrumente verstellt werden. Durch die Bauweise ist er zudem sehr stabil und hochwertig.

3. Der Hersteller Waterrower gibt umfangreiche Anleitungen, wie Einsteiger mit dem Rudern beginnen sollten und erklärt in YouTube-Videos und Online-Anleitungen, worauf es bei der richtigen Technik ankommt.

(5. Kevin Spacey rudert in „House of Cards“ auf einem Waterrower und wohin ihn das gebracht hat, wissen wir ja. Außer die, die die zweite Staffel noch nicht gesehen haben. Euch sei gesagt: schaut euch die zweite Staffel an!!!)

Der große Nachteil ist der hohe Preis. Ich habe den Waterrower A1 home gewählt, der mit 999 Euro eines der günstigsten Modelle ist. Billiger habe ich dieses Modell nirgends gefunden (gekauft habe ich es bei Sport-Tiedje). Alles in allem erinnert mich mein nigelnagelneues Rudergerät sehr an ein iPhone. Ist intuitiv zu bedienen, macht was es soll, sieht formidabel aus, kostet aber ein Schweinegeld.

Nur: was nützt mir ein billigeres Gerät, das entweder so laut oder unbequem zu bedienen ist, dass ich es nicht verwende und mich beim hässlichen Anblick im Wohnzimmer immer darüber ärgere?

Also rudere ich ab sofort auf meinem iPhone unter den Rudergeräten durchs Wohnzimmer und hoffe demnächst davon berichten zu können, wie sich die Geschichte auf meine Fitness und Rückenschmerzen auswirkt. Ahoi!

Advertisements

10 Gedanken zu „Rudergeschichten: das iPhone unter den Rudergeräten

  1. Das Gerät schaut mal schick aus. Ich weiß zwar momentan nicht wohin ich das in der Wohnung stellen sollte (außer die Gästecouch/Bett fliegt raus) aber das wär schon ein praktisches Teil.
    Das blöde ist nur, daß meine Motivation für Indoorsport im Frühjahr stark nachläßt und wenn der Sommer wieder so warm wird wie letztes Jahr, dann wirds im Sommer eh nix.
    Aber ich merk mir das mal für den Herbst vor 🙂

  2. Hallo, gibt es auch eine günstigere Alternative, mit einem Wasserwiderstand? 1000€ sind schon ein stolzer Preis. Vielleicht ein Rudergerät nicht unbedingt aus Holz.

    Grüße,
    Swen

  3. Hi, sehr zentral bei Rudergeräten ist das Ganzkörüertraining, welches nahezu alle Muskeln beansprucht. Dadurch wird das trainieren zum Spaß mit Erfolg 🙂

  4. Habe mich in letzter Zeit auch viel mit Rudergeräten beschäftigt. Rudergeräte mit Wasserwiderstand scheinen das Non plus ultra zu sein. Der Preis ist schon ziemlich hoch, doch scheint es sich zu lohnen, da man selten negatives hört. Ein Fazit deinerseits würde mich interessieren.

  5. Hey,
    cooler post ! Mein Arbeitskollege hat sich vor einigen Wochen auch den Water Rower gekauft. 1000 € ist schon ein Summe, aber er ist damit überglücklich. Ich wollte nicht ganz so viel ausgeben und hab mir auf der Seite http://www.rudermaschine24.de eine Rudermaschine für weniger als 600 € gekauft und bin total begeistert!

  6. Ich hab mir das Teil einfach gekauft Marius. Mir hat der Style gefallen. Steht im Wohnzimmer und macht sich gut dort. Ich verwende das Teil auch im Wohnzimmer, mal beim Fernsehen, mal bei offenem Terassenfenster
    Ich hätte keinen Bock in den Keller zu marschieren und auf einem Metallteil zu performen.

  7. Hey,
    eine sehr gute Entscheidung mit dem Waterrower. Habe mir vor ca. 3 Jahren auch einen zugelegt und bin bis heute wunschlos glücklich.
    Anfangs habe ich zwischen dem Model D von Concept2 und dem Waterrower geschwankt. Aber der Wasserwiderstand habe es mir einfach angetan 🙂

    Beste Grüße,
    Rudolf

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s