Mein Name ist Birgit und ich bin ein Online-Junkie

Ich sag’s wie’s ist: das Internet überfordert mich allmählich. Der ständige Schwall an Informationen, in den man permanent über Smartphone (unterwegs), Laptop (zu Hause) und Desktop (in der Arbeit) freiwillig eintaucht um ja nichts zu verpassen. Ich habe Netflix. Hurra. Jetzt kann ich stundenlang am Abend in Serien und Filmen surfen und mich erst recht nicht entscheiden, was ich sehen will. Fast stündlich auf Twitter und Facebook nachlesen, was Bekannte, Kollegen, Freunde treiben. Auch in der Freizeit Arbeits-E-Mails checken. Und im Urlaub in jedem Restaurant nach freiem WLAN suchen, um Fotos posten zu können.

Mir wird das alles zu viel. Ich merke, dass es mir öfters schwer fällt mich durchgehend zB auf einen Filmen zu konzentrieren ohne aufs Handy zu schauen. Mehrere Stunden konzentriert ein Buch zu lesen oder entspannt in einem Magazin zu blättern, ohne Mails, und Social Media immer im Hinterkopf zu haben. Und jetzt reicht’s mir damit.

Was also tun? An einen kompletten Internet-Entzug ist nicht zu denken. 1. weil ich ein von Grund auf sehr neugieriger Mensch bin und wissen will, was in der Welt (online und offliche) passiert. 2. weil Social Media meine Kommunikationsquelle Nr. Eins zu Freunden/Kollegen/Bekannten ist (ich telefoniere höchst ungern). Und 3. – und auch nicht ganz unerheblich – weil es beruflich gar nicht gehen würde.

Aber teilweise kann ich das Online-Junkie-Verhalten schon zurückfahren. Die ersten beiden Schritte: ich ziehe mich aus Google+ zurück und ich nehme mir vor, täglich ab 18 Uhr sowie an dienstfreien Wochenenden und Feiertagen ganztägig keine beruflichen E-Mails mehr zu lesen. Warum ich euch das in einem Blogeintrag erzähl, weiß ich zwar auch nicht ganz, aber das gehört wohl zum Online-Junkie-Sein.

Advertisements

3 Gedanken zu „Mein Name ist Birgit und ich bin ein Online-Junkie

  1. Ich finde es gut, dass die Selbstreflexion bei dir noch vorhanden ist! Bei vielen Menschen (etwa an Bushaltestellen, Bahngleisen, im Einkaufszentrum) habe ich as Gefühl, dass sie das wahre (nicht digitale) Leben vernachlässigen und einzig online leben. Ständig hängen sie an ihrer kleinen mobilen Mattscheiben und chatten, lesen, spielen oder schauen, was bei Facebook geht. Traurig, dass sich innerhalb kürzester Zeit die Gesellschaft so schnell verändert hat. Ich habe zwar auch ein Smartphone und bin mit diesem unterwegs, bin viel online und sitze beruflich am Desktop, aber ich lehne mich auch mal gezielt zurück und genieße das Leben – offline.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s