Bei diesen 3 Technologien bin ich altmodisch

Als Technologie-Journalistin ist man meist zwangsläufig early adopter. Zwar landen nicht alle neue Gadgets im eigenen Besitz, aber man kommt schnell dazu das neueste iPhone, das letzte Tablet oder die aktuellste Smartwatch auszuprobieren. Jetzt hab ich auch gerne immer ein (fast) aktuelles Smartphone und einen nicht zu alten Laptop, aber bei einigen Technologien muss ich sagen: danke, aber nein danke.

E-Book-Reader: ja, sie sind praktisch und leicht und man kann immer und überall Bücher nachkaufen. Aber obwohl ich keine Print-Zeitungs- und -Magazin-Leserin bin (oder nur sehr selten), fehlt mir beim E-Book die Haptik des Gedruckten. Mir fehlt der Geruch vom Papier und die Coverart. Man kann mit E-Books auch keine Türmchen am Nachtkastl bauen und keine Regale schmücken. Eine Wohnung ohne Bücher ist auch rein optisch wie ein Hotdog ohne Senf. Oder Fiaker ohne Hut. Fehlt was.

Wearables: ich probier sie gerne aus und schau mir neue Gadgets gerne an, aber tragen werden ich sie so bald nicht. Smartwatches erstens nicht, weil mich schon normale Uhren am Handgelenk sehr stören, zweitens weil die aktuellen Modelle einfach unfassbar hässlich sind. Und weil ich außerdem ohnehin jede Minute am Smartphone hänge. Da brauch ich nicht noch ein weiteres Gerät, das mir mitteilt wann ich eine Nachricht bekommen habe oder wann es Zeit ist, der Schwester zum Geburtstag zu gratulieren. (Morgen übrigens, steht eh am iPhone). Gleiches gilt für Datenbrillen im Alltag. Setz ich mir doch nicht auf, wenn ich schon meine normale Brille nicht aufsetze und stattdessen Kontaktlinsen trage. (Fitnessarmbändern nur für Sport könnte ich schon etwas abgewinnen, aber bei meiner bevorzugten Sportart, dem Indoor-Rudern, bringen GPS-Tracker jetzt nicht sehr viel.)

Smart TVs – derzeit zumindest: ich habe noch immer einen Röhrenfernseher zu Hause. Er müsste jetzt ca. neun Jahre alt sein. Für den Fall, dass ich fernsehen will, tut er es noch immer. Kommt seit längerem höchstens einmal im Monat vor. Wenn überhaupt. (Da können sich die Sender bei Netflix bedanken). Wenn er den Geist aufgibt, kaufe ich mir natürlich einen Flatscreen. Ich bin also nicht grundsätzlich gegen Smart TVs, sondern sehe nur keinen Grund, wieso ich mir einen anschaffen sollte, solange meine Röhre noch röhrt. Was mich an Smart TVs dann aber doch stört sind integrierte Kameras und Mikrophone. Das will ich nicht im Wohnzimmer, auch die Webcam meines Laptops ist überklebt.

Dafür sind Smartphone und Laptop ganz zentrale, persönliche und wichtige Utensilien für mich. Privat und beruflich. Mehr brauch ich nicht.

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3 Gedanken zu „Bei diesen 3 Technologien bin ich altmodisch

  1. Danke für diesen frischen Eintrag.
    Denke da ziemlich genauso.
    Für den Sport verwende ich eine Garmin Forerunner 305 GPS-Uhr. Da dran ist nicht viel smart, aber das Ding tut seinen Dienst sehr gut, hat einen sehr guten GPS-Sensor und das Auslesen der Daten mach ich mit SportTracks.

    E-Book-Reader verwend ich schon, denn beim „Unterwegs sein“ immer ein Buch oder anderes Lesematerial mitschleppen, ist einfach nicht für meinen Rücken gedacht. Somit geht es ohne E-Reader nicht mehr.

    Beim TV ist es ident. Flatscreen zwar vorhanden, aber das letzte Mal aufgedreht vor über einem halben Jahr. Vermissen tu ich ihn bisher nicht. 😉

  2. Mir gehts genauso: echte Papierbücher, gerne auch aus Bücherei oder sonst gebraucht, no waerables, und ein uralter Röhrenfernseher, dessen Bild ich immer noch besser finde als das aller Flats. So.

    Darf ich mal fragen, was aus dem Waterrower geworden ist?

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