Geld für gleichgeschlechtliche Ampelmännchen

63.000 Euro sollen die gleichgeschlechtlichen Ampelpärchen kosten. Die FPÖ klagt, die Krone kampagnisiert mir (ich verlinke die Krone-Artikel dazu absichtlich nicht, wer will soll selbst danach googeln). Auf der Seite „Offener Haushalt“ kann man sich übrigens ansehen, wofür unseren Steuern so in etwa ausgegeben werden.

2013 wurden in Wien zum Beispiel 2,6 Millionen Euro für „Ehrungen und Auszeichnungen“ ausgegeben. Nur so als Denkanstoß, wo Steuerausgaben als Verschwendung kritisiert werden und wo nicht.

 

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Beim Herrn Doktor am Fließband

Zum Glück muss ich nicht so oft zum Arzt. Ab und zu dann halt schon und in letzten Zeit ein paar Mal öfter. Und das war dann in etwa so.

Arzt A: „Frau Riegler, hatten sie einmal die Operation XY“?
Ich: „Ja“
Arzt A: „Wie lang ist das denn her?“
Ich: „Ca. 5 Jahre“
Arzt A tippt was in den PC: „Verstehe“.
Ich denke: „Wieso haben Sie das nirgends im Computer, es war bei Ihnen?!“

Arzt B nach 1 Minute im Mund herumtasten: „Ich fürchte, das ist etwas ganz Seltenes, da wird Ihnen sehr viel Zahnsubstanz verloren gehen und ohne richtige Anästhesie werden Sie morgen höllische Schmerzen haben.“
Ich, zitternd: „Können die Schmerzen nicht doch mit dem Schnupfen zusammenhängen?!
Arzt: „Achso, ja gehen Sie mal zum HNO.“

Arzt C (der HNO) fragt wie ein Roboter nach Symptomen, fuchtelt nebenbei in meiner Nase herum, schreibt mir Medikamente auf.
Ich: „Ääääaaahhhhhiiiiieeeeechz würg“
Arzt C, in einem Anflug von Interesse: „Was machen Sie denn beruflich.“
Ich: „Ich bin Journalistin:“
Arzt C schaut mich erstmals wie einen Menschen und nicht wie Virenschleuder an: „Oh, interessant, wo denn?“

Gehilfin von Arzt D: „Also was habens denn?“
Ich erzähle meine Rückenschmerzgeschichte.
Gehilfin von Arzt D tippt alles in den PC und geht.
Arzt D kommt ins Zimmer: „Also was habens denn?“
Ich erzählt exakt das selbe nochmal.

Ich will nicht übermäßig viel über das Gesundheitssystem jammern, immerhin bin ich versichert und die medizinische Versorgung in Wien ist gut. Aber trotzdem wäre es schön, nicht wie ein Werkstück am Fließband behandelt zu werden. Erst recht für Leute, die aufgrund chronischer Leiden oder Krankheiten noch viel öfter zum Arzt müssen. Ein Patient ist halt mehr als die Summe seiner einzelnen (kranken) Teile.